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Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU)

Überbetriebliche Unterweisung ist ein Baustein im Dualen System der Berufsbildung in Deutschland. Sie sichert die gleichmäßig hohe Qualität der Ausbildung jedes Berufes im Handwerk, unabhängig von der Ausbildungsleistungsfähigkeit des einzelnen Handwerksbetriebes. Inhalte und Dauer der überbetrieblichen Unterweisung werden von den Bundesfachverbänden und dem Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) bundeseinheitlich festgelegt. Die Anerkennung erfolgt über das BMWi bzw. über die zuständigen Landesministerien. Die Rahmenlehrpläne können aktuell beim HPI www.hpi-hannover.de  abgerufen werden.

Der Zeitumfang der ÜLU im Überblick:

  • Stufenausbildung Bau: 32 Wochen Überbetriebliche Ausbildung sowie die Möglichkeit, im Rahmen der Marge an 5 Wochen zusätzlicher ÜLU teilzunehmen.
  • Dachdecker: 14 Wochen
  • Tischler: 8 Wochen
  • Bäcker: 3 Wochen
  • Bäckereifachverkäuferin: 2 Wochen

Bildungsarbeit im BGZ

Die Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) bestimmt mit ca. 93 Prozent die Bildungsarbeit im Bildungszentrum BGZ Simmerath. 47 hauptamtliche Mitarbeiter sind im Einsatz, um die in den Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrplänen geforderten Ausbildungsinhalte der einzelnen Berufe in praktische Arbeitsinhalte umzusetzen. Mittels praxisnaher, handlungsorientierter Arbeitseinheiten wird ein optimales, berufliches Trainingsfeld für die angehenden jungen Handwerker geschaffen. Damit leistet die ÜLU einen wesentlichen Beitrag zum Ausgleich der Spezialisierungen der Betriebe und sie gewährleistet die systematische Vermittlung von Grundfertigkeiten und -kenntnissen sowie die zeitnahe und schnelle Berücksichtigung der fortschreitenden technologischen Entwicklungen und der Verfahren nach dem Stand der Technik.

Fachgruppengespräche als wichtige Austauschplattform

Anpassungen der ÜLU an regionale Besonderheiten werden in jährlich stattfindenden Fachgruppengesprächen verabredet und in das Programm eingearbeitet. Neben der Evaluation der abgelaufenen Lehrgänge findet gegebenenfalls eine Modifizierung der Rahmenlehr- und Ausbildungspläne im Rahmen der vom Gesetzgeber vorgesehenen Anpassungsmöglichkeiten statt. Teilnehmer dieser Fachgruppengespräche sind die Obermeister, Lehrlingswarte, Berufsschullehrer, Betriebsinhaber und Vertreter der Prüfungsausschüsse des jeweiligen Gewerks: Das BGZ wird durch den Fachbereichsleiter sowie die jeweiligen Ausbildungsmeister vertreten.

Überregionaler Fachbeirat Dachdecker

Fast alle Dachdeckerlehrlinge, die die ÜLU im BGZ Simmerath besuchen, kommen aus den Bereichen der Handwerkskammern Düsseldorf und Aachen (Verband Nordrhein). Dieses überregional zusammengefasste Gewerk ist im Fachbeirat Dachdecker organisiert, der dem Vorstand des BGZ e.V. berichtspflichtig ist. Hier erfolgt die Evaluation der bereits durchgeführten Lehrgänge sowie die Modifizierung der Rahmenlehr- und Ausbildungspläne.

Gesellen- und Zwischenprüfungen im BGZ

Die Werkstätten des BGZ sind bestens zur Durchführung von Gesellen- und Zwischenprüfungen geeignet. 2014 legten Bäcker und Konditoren, Betonbauer, Dachdecker, Fliesenleger, Maurer, Straßenbauer, Tischler und Zimmerer, insgesamt 506 Lehrlinge, die entsprechenden Prüfungen ab.